Um seinerzeit Hamburgs Speicherstadt erbauen zu können, mussten rund 20.000 Menschen auf die Insel Kehrwieder, Brook und Wandrahm umgesiedelt werden. Daraufhin konnte dann der legendäre 1,5 km lange Speicherstadtkomplex errichtet werden. Seitdem diente die Speicherstadt als Freihafen. Bis ins Jahr 2004 hatte die Speicherstadt den Vorteil, den Überseehandel zollfrei abzuwickeln. Der Komplex der Speicherstadt hat eine Lagerkapazität und Kontorfläche von rund 630.000 Quadratmetern. Hier lagern meist auf sieben Stockwerken Tee, Tabak, Kakao und Kaffee. Darüber hinaus werden hier auch Orientteppiche eingelagert. Sie genießen auch heute noch den Status des Freihafens. Quartiersleute kümmern sich um die sorgfältige Einlagerung der Waren, wenn der Importeur nicht über eigene Lagerkapazitäten verfügt. Die Lagerbedingungen sind in den unbeheizten und sonnengeschützten Speicherhäusern ideal. Seit 1991 steht die Speicherstadt unter Denkmalschutz. Ein Besuch der historischen Speicherstadt nach Sonnenuntergang ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die prächtige Beleuchtung, die in den letzten Jahren durch künstlerisches Schaffen entstanden ist, lässt das historische Viertel in einem prächtigen Glanz erstrahlen. Außer diesem Erlebnis kann man in der Speicherstadt verschiedene Museen und kulturelle Veranstaltungen besuchen. Mehr über die Geschichte der Speicherstadt erfährt man im Speicherstadtmuseum. Hier bekommt man Einblicke in das damalige Leben in der Speicherstadt sowie detaillierte Informationen zum Kaffee- und Teehandel. Weiterhin findet man hier ein Gewürzmuseum, das Zollmuseum, das Hamburger Dungeon (Hamburger Kerker) und vieles mehr.