Treffpunkt vieler Nachtschwärmer und speziell “angekarrter” Touristen ist der traditionelle Hamburger Fischmarkt. Er ist quasi eine Institution und für jeden Hamburgbesucher ein “Muss”. Auf diesem traditionsreichen Markt trifft man die skurrilsten Menschen und ein ebensolches Warenangebot – vom Trödelartikel, Blumen, Obst und Gemüse bis hin zur schnatternden Entenfamilie und anderen Kleintieren. Der Markt wird seit 1703 abgehalten. Topfblumen “en masse” werden hier vom LKW verkauft, Würste und Bananen fliegen durch die Luft, Aale-Dieter preist stimmgewaltig seine Fische an und mit dummen Schnacks holen sich die Händler Menschtrauben an ihre Verkaufswagen. Noch etwas zerknittert im Gesicht mit Fischbrötchen und einem Becher Kaffee ausgerüstet, warten einige Nachtschwärmer darauf, dass sich dieser verdammte Kater endlich verzieht. Gleich nebenan steht die Altonaer Fischauktionshalle, die im Stil einer dreischiffigen Basilika erbaut wurde, in ihrer ganzen eigentümlichen Pracht. Die Eisenskelettkonstruktion, die aus der Gründerzeit stammt, wurde in den 80er Jahren aufwendig renoviert und bietet zum allwöchentlichen Fischmarkt einen Brunch zu Skiffle-, Country- und Western-Musik. Um bei den Hamburger “Institutionen” zu bleiben, darf man Hagenbecks Tierpark nicht vergessen. 1907 in Stellingen eröffnet, bot er seinen Besuchern als erster Tierpark exotische Tiere aus fremden Ländern in einer Freigehegehaltung, die den natürlichen Lebensräumen nachempfunden war. Dieses Konzept wurde weltweit wegweisend und hat dafür gesorgt, dass viele vom Aussterben bedrohte Tierarten durch entsprechende Zuchterfolge erhalten werden konnten.