Es mag manchem etwas skurril erscheinen, wenn der Friedhof Ohlsdorf als eine der Sehenswürdigkeiten Hamburgs beschrieben werden soll. Doch darf er im Zusammenhang mit Hamburg nicht einfach ignoriert werden: Mit einer Größe von 400 Hektar gilt er als einer der größten Parkfriedhöfe der Welt. Er wird in seinen Abmessungen nur noch vom Chicagoer Friedhof übertroffen. Selbstverständlich dient er in erster Linie als Ruhestätte für ca. 1,4 Millionen Hamburger, gleichzeitig sehen die Hamburger ihn auch als die größte Parkanlage Hamburgs an. Der Zentralfriedhof wurde im Jahre 1877 eröffnet. Hier wurden mehrere kirchliche Friedhöfe, die damals vor der Stadt lagen, zusammengeführt. Neben seiner Funktion als letzte Ruhestätte gilt er gleichzeitig als “Grüne Lunge” Hamburgs mit gärtnerisch sehr aufwendig und schön gestalteten Zonen. Neben einigen hübsch angelegten Teichanlagen findet man riesige alte Rhododendronbüsche, die während ihrer prachtvollen und farbenfrohen Blüte im Juni viele Besucher anlocken. Insgesamt verlaufen durch den Ohlsdorfer Friedhof aufgrund seiner Größe 17 km Autostraßen. Neben den Autostraßen gibt es aber auch noch viele engere Wege, auf denen Fußgänger in Ruhe spazieren gehen können. Das Wegesystem ist so umfangreich, dass auf dem Ohlsdorfer Friedhof auch zwei Buslinien verkehren. Um die Weitläufigkeit dieser Anlage noch einmal klar zu machen: Als Angehöriger kann man ohne Hilfe eines Orientierungsplanes, in dem der gesamte Friedhof in Planquadrate eingeteilt ist, eine Grabstätte kaum finden.